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Natürlich sollte man nie
einfach aus dem Bauch heraus eine Katze (oder Katzen) kaufen oder aus dem Tierheim holen, schon gar nicht, wenn dieser Impuls auf Wünschen der Kinder beruht.
Eine Katze ist ein Mitbewohner, der die nächsten zehn und mehr Jahre bleiben wird und dem gegenüber man eine Verantwortung trägt.
Eine erste wichtige Frage ist natürlich, ob es in der Familie eine vielleicht unerkannte Katzenallergie vorliegt.
Wenn die Entscheidung fest steht und es auch keine Allergie gibt, stellt sich die Frage, woher man die Katze nehmen will.
Viele Tiere warten im Tierheim auf eine Aufnahme in ein neues Zuhause. Ein Vorteil einer Katze aus dem Tierheim
ist, dass man dem Tier damit (normalerweise) etwas Gutes tut und dass man schon im Vorneherein vom Tierheimpersonal etwas von den Verhaltensweisen und Eigenarten des Tieres erfahren kann.
Nachteilig ist, dass man nie erfahren wird, was der Katze zuvor passiert ist und wie sie ins Tierheim kam. Viele
Katzen aus dem Heim brauchen eine lange Eingewöhnungszeit und haben unbekannte Ängste und Verhaltensweisen, die eine Annäherung unter Umständen schwierig machen.
Falls die Entscheidung auf eine Rassekatze fällt, ist es wichtig, auf jeden Fall mehrere Züchter zu besuchen, um
sich zum Beispiel ein Bild vom Haltungsumfeld des Züchters zu machen. Auch Zuchtkatzen können schwierige Zeitgenossen sein, wenn sie vom Züchter falsch oder lieblos gehalten wurden.
Traumhaft sind natürlich Katzenbabies. Sie sollten mindestens 12 Wochen alt sein, ehe sie von der Mutter getrennt werden.
Es ist wichtig, dass die Katzen in der zweiten bis siebten Lebenswoche Kontakt zu ihren Geschwistern, der Mutter
und zu Menschen haben konnten, um sich an die Lebewesen in der Umgebung zu gewöhnen und anzupassen. Wenn die Katze in dieser Sozialisierungsphase zu einsam war oder keine Menschen
kennenlernte, wird sie immer scheu sein und auf jeden Annäherungsversuch sehr vorsichtig reagieren.
Jede Katze sollte entwurmt und gegen Katzenseuche / Katzenschnupfen
geimpft sein. Katzen, die die Wohnung auch verlassen, brauchen natürlich einen umfangreicheren Impfschutz.
Außerdem sollte man sich überlegen, welche Katze zu den eigenen Lebensgewohnheiten passt. Katzen, die öfter
einmal allein sein werden, sollte natürlich nicht zu menschenbezogen sein und nach Möglichkeit auch einmal raus können; für allein lebende, berufstätige Menschen
empfiehlt es sich, gleich zwei Katzen zu nehmen, damit keine einsam ist.
Eine Katze, die man eventuell aussuchen will, sollte man nach einigen Kriterien beobachten. Die Katze sollte vital
und gesund, einigermaßen menschenbezogen und nicht zu scheu sein. Ideal ist es natürlich, wenn die Katze direkt Interesse am Menschen zeigt.
Den Gesundheitszustand der Katze kann man überprüfen, in dem man darauf achtet, ob sie apathisch wirkt, ein
unsauberes Fell hat oder Über-/ Untergewicht. Unsaubere Ohren können ebenfalls ein Zeichen von Krankheit sein.
Um eine Wohnung zu einem schönen Zuhause für eine Katze zu machen, sollte ein Kratzbaum vorhanden sein
(der natürlich weniger für das Wohlbefinden der Katze – die bei ihrer Krallenpflege nicht sehr wählerisch ist – sondern für das der Menschen sorgt, die ihre Möbel
schätzen), eine Katzentoilette sowie ein fester, vielleicht ein wenig blickgeschützter Ort zum Fressen.
Viele Katzen schätzen es, wenn man ihnen eine Höhle für den Rückzug anbietet, wenn sie einmal allein sein will. Da
Katzen einzelgängerisch sind, ist diese Möglichkeit zur Einsamkeit auch für geselligere Katzen ein wichtiger Beitrag zum Wohlbefinden.
Ebenso sollte der Schlafplatz für die Katze ruhig, frei von Zug und ein wenig versteckt sein. Es ist wichtig, die
Katze von vorneherein an „ihre“ Orte zu gewöhnen, da viele Tiere spätere Umstellungen nicht mögen und eventuell verweigern werden.
Wenn die Katze in der Wohnung öfter einmal allein sein wird, empfiehlt es sich, einige Spielzeuge bereitzustellen.
Viele Katzen beschäftigen sich gerne mit den Spielzeugen und genießen sowohl das Spiel alleine als auch mit einem Menschen zusammen.
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